75 beschädigte Sitze – 70.000 Euro Schaden

13. März. 2026

In und um Dresden (Sachsen) ermitteln Staatsanwaltschaft und LKA gegen fünf Beschuldigte. Es geht um mutmaßlich organisierte Angriffe auf insgesamt 75 Jagdeinrichtungen.

Ki-geriertes Bild, auf dem ein zerstörter Hochsitz zu sehen ist. Nebebndran stehen zwei Polizisten sowie zwei Polizeiautos.

Symbolbild: Markus Lück (KI-generiert)

Im Großraum Dresden in Sachsen beschäftigen mutmaßlich gezielte Angriffe auf jagdliche Einrichtungen seit geraumer Zeit die Ermittlungsbehörden. Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen gehen derzeit gegen fünf Beschuldigte vor. Im Raum steht der Verdacht der Mitgliedschaft in einer militanten Tierbefreiungsbewegung .

Nach aktuellem Ermittlungsstand sollen sich ein 27-jähriger Österreicher sowie vier Deutsche im Alter von 21, 21, 24 und 35 Jahren zusammengeschlossen haben, um mit militanten Tierschutzaktionen gegen die Jagd vorzugehen. Im Fokus stehen Beschädigungen und Zerstörungen von Jagdeinrichtungen sowie weiteren jagdlich genutzten Gegenständen in Wald und Flur in und um Dresden (Sachsen).

Wie das Landeskriminalamt Sachsen in einer Medieninformation berichtet, wurden im Zeitraum vom 25. Dezember 2023 bis zum 25. Mai 2025 in insgesamt 24 Fällen 75 Jagdeinrichtungen beschädigt oder zerstört. Der vorläufig geschätzte Gesamtschaden liegt bei rund 70.000 Euro.

Nach Angaben der Ermittler wurden an den Tatorten zudem Botschaften hinterlassen, die Bezüge zur militanten Tierbefreiungsszene erkennen lassen sollen. Für Jägerinnen und Jäger ist der Fall auch deshalb brisant, weil beschädigte oder zerstörte Ansitzeinrichtungen erhebliche Gefahren verursachen können.

Am Mittwoch, 4. März 2026, sowie am Freitag, 6. März 2026, durchsuchten Einsatzkräfte Objekte in Dresden, Leipzig und Halle (Saale). Dabei wurden zahlreiche elektronische Kommunikationsmittel, Speichermedien, Unterlagen und Werkzeuge sichergestellt. In der Wohnung eines Beschuldigten fanden die Beamten außerdem eine größere Menge Cannabis.

Haftbefehle wurden bislang nicht beantragt. Nach Angaben der Behörden liegen derzeit keine Haftgründe vor. Die Ermittlungen dauern an.

Das könnte Dich auch interessieren: