ASP erreicht Hochsauerlandkreis – Fall bei Schmallenberg bestätigt

27. Feb.. 2026

Im Hochsauerlandkreis (NRW) ist erstmals ein an der Afrikanischen Schweinepest verendetes Wildschwein bestätigt worden. Der Fund nahe Störmecke markiert eine weitere Ausbreitung innerhalb der bestehenden Sperrzone II.

Flatterband hängt über einem Waldweg zur Absperrung. Das Bild ist KI-generiert.

Symbolbild: Markus Lück (KI-generiert)

Seit dem ersten ASP-Nachweis bei Kirchhundem im Juni 2025 werden in Nordrhein-Westfalen landesweit erlegte sowie tot aufgefundene Wildschweine beprobt. Mehr als 37.800 Stück Schwarzwild sind bislang ohne Befund geblieben. 345 Tiere wurden positiv getestet – bislang ausschließlich in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein, wie die Landesregierung NRW auf ihrer Webseite bekanntgibt.

Nun ist nahe Schmallenberg im Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen) ein weiterer Fall hinzugekommen. Ein tot aufgefundener Frischling aus dem Bereich Störmecke wurde positiv auf das ASP-Virus untersucht. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte den Befund. Der Fundort liegt innerhalb der bestehenden Sperrzone II, die Teile der Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein und Hochsauerlandkreis umfasst. Weitere positive Nachweise im Nahbereich sind mit Stand Mittwoch, 26. Februar 2026, nicht bekannt.

Im Raum Schmallenberg (Nordrhein-Westfalen) laufen derzeit intensive Suchmaßnahmen. Spezialisierte Kadaver-Suchhunde des Landes sowie Einsatzkräfte des Hochsauerlandkreises kontrollieren das Gelände systematisch, unterstützt durch Drohnentechnik. Ziel ist es, mögliche weitere Fallwildfunde frühzeitig zu entdecken und zu sichern.

Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen rief dazu auf, die geltenden Allgemeinverfügungen strikt einzuhalten. Insbesondere im betroffenen Gebiet gelte das Wegegebot, Hunde seien anzuleinen. Nur durch konsequentes Verhalten aller Waldbesucher könne eine weitere Verbreitung eingedämmt werden.

Mit Blick auf die Jägerschaft betonte die Ministerin die Bedeutung einer koordinierten Bestandsreduktion im Kerngebiet. Eine zielgerichtete und mit den zuständigen Kreisen abgestimmte Bejagung bleibe ein zentraler Baustein der Seuchenbekämpfung.

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