ASP erreicht Hochsauerlandkreis – Fall bei Schmallenberg bestätigt

ASP erreicht Hochsauerlandkreis – Fall bei Schmallenberg bestätigt

ASP erreicht Hochsauerlandkreis – Fall bei Schmallenberg bestätigt

Im Hochsauerlandkreis (NRW) ist erstmals ein an der Afrikanischen Schweinepest verendetes Wildschwein bestätigt worden. Der Fund nahe Störmecke markiert eine weitere Ausbreitung innerhalb der bestehenden Sperrzone II.

Flatterband hängt über einem Waldweg zur Absperrung. Das Bild ist KI-generiert.

Symbolbild: Markus Lück (KI-generiert)

Seit dem ersten ASP-Nachweis bei Kirchhundem im Juni 2025 werden in Nordrhein-Westfalen landesweit erlegte sowie tot aufgefundene Wildschweine beprobt. Mehr als 37.800 Stück Schwarzwild sind bislang ohne Befund geblieben. 345 Tiere wurden positiv getestet – bislang ausschließlich in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein, wie die Landesregierung NRW auf ihrer Webseite bekanntgibt.

Nun ist nahe Schmallenberg im Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen) ein weiterer Fall hinzugekommen. Ein tot aufgefundener Frischling aus dem Bereich Störmecke wurde positiv auf das ASP-Virus untersucht. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte den Befund. Der Fundort liegt innerhalb der bestehenden Sperrzone II, die Teile der Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein und Hochsauerlandkreis umfasst. Weitere positive Nachweise im Nahbereich sind mit Stand Mittwoch, 26. Februar 2026, nicht bekannt.

Im Raum Schmallenberg (Nordrhein-Westfalen) laufen derzeit intensive Suchmaßnahmen. Spezialisierte Kadaver-Suchhunde des Landes sowie Einsatzkräfte des Hochsauerlandkreises kontrollieren das Gelände systematisch, unterstützt durch Drohnentechnik. Ziel ist es, mögliche weitere Fallwildfunde frühzeitig zu entdecken und zu sichern.

Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen rief dazu auf, die geltenden Allgemeinverfügungen strikt einzuhalten. Insbesondere im betroffenen Gebiet gelte das Wegegebot, Hunde seien anzuleinen. Nur durch konsequentes Verhalten aller Waldbesucher könne eine weitere Verbreitung eingedämmt werden.

Mit Blick auf die Jägerschaft betonte die Ministerin die Bedeutung einer koordinierten Bestandsreduktion im Kerngebiet. Eine zielgerichtete und mit den zuständigen Kreisen abgestimmte Bejagung bleibe ein zentraler Baustein der Seuchenbekämpfung.

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10 Tipps für das Ansprechen von Jährlingen

10 Tipps für das Ansprechen von Jährlingen

10 Tipps für das Ansprechen von Jährlingen

Bei der Freigabe von männlichem Rehwild findet häufig eine Begrenzung auf Jährlinge statt. Insbesondere dann darf beim Ansprechen kein Fehler passieren. Mit den nachfolgenden 10 Tipps erkennst du sicher jeden Jährling.

Ein Jäger schaut durch ein Fernglas. Auf der rechten Seite des Bildes ist ein einjähriger Rehbock auf einer Wiese zu sehen.

Fotomontage: Markus Lück

Die Altersansprache von Rehböcken ist wahrhaftig nicht leicht. Ganz im Gegenteil! Die Altersbestimmung bei Rehböcken ist im Unterschied zur Ansprache von Rothirschen sehr schwer. Ehrlich gesagt muss ich immer ein wenig schmunzeln, wenn Rehböcke teilweise auf ein Jahr genau geschätzt werden. „Der Bock ist 3, 4, 5 bzw. x Jahre alt“ – eine Aussage, die zwar häufig getroffen wird, deren Wahrheitsgehalt nach meinen Erfahrungen jedoch häufig gegen 0 tendiert. Nicht umsonst gibt es unter den Berufsjägern einige, die lediglich zwischen Jährlingen oder mehrjährigen Rehböcken unterscheiden. Ich würde diese Aussage nicht ganz so extrem treffen. Aus meiner Sicht können bei männlichem Rehwild Jährlinge, junge bis mittelalte und alte Böcke unterschieden werden. Die Grenzen dabei sind natürlich fließend und immer wieder gibt es in den Altersklassen Vertreter, die von den Merkmalen her einer anderen Altersgruppe zuzuordnen wären. Das Ansprechen von Rehböcken ist eben, wie bereits zuvor gesagt, alles andere als leicht.

Wesentlich leichter anzusprechen als mehrjährige Rehböcke sind jedoch Jährlinge. Achtet der Jäger beim Ansprechen dieser Stücke auf ein paar wichtige Merkmale, ist der einjährige Rehbock meist sicher anzusprechen. Doch Vorsicht: Die Merkmale sollten nie isoliert betrachtet werden. Nur die Summe der Merkmale lässt ein sicheres Ansprechen zu. Weiterhin ist zu beachten, dass bei der Ansprache stets der Einfluss des Lebensraumes bedacht werden muss. Ein Stück Rehwild, welches seinen Einstand in einem kargen, monotonen Waldrevier hat, wird in der Regel völlig anders aussehen als ein Stück, welches in einem reichstrukturierten Wald-Feld-Revier auf fetten Standorten aufwächst. Beim Vergleich von Stücken sollten deshalb stets Vergleiche mit Stücken aus demselben oder einem sehr ähnlichen Revier stattfinden.

Auf diese Merkmale musst du beim Ansprechen von Jährlingen achten

Fegezeitpunkt

Zu Beginn der Jagdzeit auf Rehwild im April bzw. Mai ist der Zeitpunkt des Verfegens ein guter Indikator, ob es sich bei dem anzusprechenden Stück um einen Jährling handelt. Trägt der Bock zu Beginn der Jagdzeit Anfang Mai oder gar noch im April Bast an seinem Gehörn, handelt es sich in der Regel um einen jungen Bock. Lediglich bei kranken oder sehr alten Stücken und damit nicht mehr hochvitalen Stücken kann es dazu kommen, dass der Verfegezeitpunkt stark nach hinten rückt. Jährlinge tragen häufig bis Ende Mai oder gar bis in den Juni hinein Bast an ihrem Jährlingsgehörn.

Verfärbezeitpunkt

Genau wie der Zeitpunkt des Verfegens gibt auch der Zeitpunkt des Verfärbens einen Hinweis auf das Alter des anzusprechenden Rehbocks. „Jung verfärbt früh und fegt spät“, lautet ein Merksatz. Jährlinge und Schmalrehe haben in der Regel zu Beginn der Jagdzeit Anfang Mai bzw. in der zweiten Aprilhälfte mit dem Verfärben ihrer Decke begonnen. Häufig erstrahlen die Stücke bereits Anfang Mai in ihrer leuchtend roten Sommerdecke. Insbesondere im Vergleich zu anderen Stücken zu dieser Jahreszeit fallen die leuchtend roten Stücke auf. Ältere Böcke tragen häufig zu Beginn der Jagdzeit noch ihre Winterdecke.

Filigrane Statur 

Eines der wichtigsten sowie aussagekräftigsten Merkmale beim Ansprechen von Jährlingen ist der körperliche Eindruck der Stücke. Insbesondere der Körperbau der Stücke lässt den Jäger rasch erkennen, ob es sich um ein einjähriges Stück handelt oder nicht. Jährlinge und Schmalrehe wirken in ihrem zweiten Lebensjahr noch sehr filigran. Doch je weiter das zweite Lebensjahr voranschreitet, desto unsicherer wird die Ansprache über dieses Merkmal. Doch bis zum Haarwechsel im Spätherbst ist der Körperbau beim Ansprechen sehr wichtig. Das Haupt von einjährigen Stücken wirkt im Vergleich zu mehrjährigen Stücken klein und spitz. Die Stücke wirken sehr hochläufig, weil die Masse des Wildkörpers noch nicht vorhanden ist. Die Rückenlinie ist gerade.

Dünner Träger

Die zuvor beschriebene filigrane Statur von Jährlingen wird abgerundet von einem sehr dünnen Träger. Wie bei einem Hundewelpen auch scheint bei einem Jährling noch nicht alles zusammen zu passen. Das Haupt scheint auf einem spindeldürren Träger zu sitzen.

Kindliches Haupt

Das Haupt von Jährlingen und Schmalrehen wirkt im direkten Vergleich zu mehrjährigen Ricken oder Böcken noch klein. Es scheint Richtung Äser mehr oder weniger spitz zuzulaufen. Immer mal wieder hört man in Gesprächen unter Jägern, dass ein graues Gesicht Merkmal für einen alten Bock sind. Dies ist jedoch alles andere als ein sicheres Merkmal beim Ansprechen. Denn so gibt es Jährlinge, die bereits mit einem eisgrauen Gesicht daherkommen. Dieses Merkmal scheint vielmehr von der Veranlagung als vom Alter abzuhängen.

Oft noch bei der Ricke

Schmalrehe und Jährlinge werden zwar mit dem Wechsel des Jagdjahres nach dem Gesetz zu Jährlingen und Schmalrehen, doch es handelt sich noch um verhältnismäßig junge Stücke, die eine mehr oder weniger große Bindung zu der zugehörigen Ricke haben. Die Stücke befinden sich in ihrer Entwicklung in der Übergangsphase zwischen Kitz und adultem Reh. Schmalrehe und Jährlinge sind deshalb zu Beginn der Jagdzeit im Mai noch häufig gemeinsam mit ihren Müttern zu beobachten. Erst wenn der Setzzeitpunkt der neuen Kitze näher rückt, duldet die Ricke ihren Nachwuchs aus dem zurückliegenden Jahr nicht mehr in ihrer Nähe und die einjährigen Stücke müssen ohne die Führung ihrer Mutter auskommen.

Oft mit Geschwistern

Genau wie die Bindung an das Muttertier besteht insbesondere zu Beginn der Jagdzeit noch die Bindung an möglicherweise vorhandene Geschwister. Jährlinge sowie Schmalrehe treten deshalb häufig zu Beginn der Jagdzeit noch mit ihren Geschwistern aus. Anblicke von zwei Jährlingen, zwei Schmalrehen bzw. einem Schmalreh und einem Jährling sind deshalb zu dieser Zeit keine Seltenheit. Diese Bindung unter Geschwistern verschwindet jedoch in der Regel spätestens mit dem Einsetzen der Brunft. Schmalrehe nehmen dann aktiv an der Brunft teil und auch Jährlinge gehen auf Brautschau, wenn sie denn die Möglichkeit dazu bekommen.

„Aufgeregtes, unvorsichtiges Verhalten“

Neben dem Wildkörper liefert das Verhalten der Stücke aus meiner Sicht die meisten Indizien für die Ansprache von Jährlingen. Einjährige Stücke Rehwild sind häufig in ihrem Verhalten sehr aktiv und wirken fast nervös. Treten sie gemeinsam mit anderen Stücken aus, erscheint es teil so, als wollten sie miteinander spielen. Weiterhin sind Jährlinge und Schmalrehe noch sehr neugierig. Erblicken sie beispielsweise einen Hasen oder Jungfuchs auf einer Äsungsfläche, kann es durchaus sein, dass die Stücke in deren Richtung rennen und sich die Sache mal genauer anschauen wollen. Beim Äsen werfen die Stücke im Vergleich zu Stücken anderer Altersklassen häufig auf und halten stets Ausschau nach „etwas Interesanntem“.  

Sehr geringes Gehörn

Beim Ansprechen von Jährlingen achten viele Jägerinnen und Jäger vor allem auf das Gehörn der Stücke. Dabei ist die Aussagekraft häufig überschaubar. Denn so gibt es sowohl Jährlinge, die lediglich ein Knopfgehörn tragen als auch einjährige Rehböcke, die bereits mit einem Sechsergehörn prahlen. Neben der genetischen Veranlagung ist dies vor allem von der Äsungsverfügbarkeit abhängig. Stücke, die auf ein reichhaltiges Äsungsangebot zurückgreifen können, werden in der Regel auch ein stärkeres Gehörn schieben. Trotzdem gibt das Gehörn einen Hinweis auf das Alter des anzusprechenden Rehbocks. Trägt der Rehbock lediglich Knöpfchen oder wenige Zentimeter hohe Spieße auf dem Haupt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um einen Jährling handelt. Überalterte Rehböcke, die in der Realität jedoch sehr selten zu finden sind, schieben zwar unter Umständen auch nur noch sehr geringe Gehörne. Die Stangen scheinen jedoch dann direkt auf dem Haupt zu sitzen und häufig zu den Seiten wegzukippen. Weiterhin verraten die anderen Merkmale, allen voran hier der Körperbau, den alten Rehbock hier.

Sehr hohe Rosenstöcke

Hat man die Chance, das Haupt eines Jährlings aus der Nähe zu betrachten, fallen insbesondere die sehr hohen Rosenstöcke auf. Sie sind in der Regel mehrere Zentimeter hoch. Die Stangen des Jährlingsgehörns scheinen deshalb über dem Haupt des Stückes zu „schweben“. Zudem stehen die Stangen bei einem Jährling in der Regel mittig auf dem Haupt. Die Rosenstöcke sind häufig „nach innen“ – zueinander – gekippt. Mit zunehmendem Alter verringert sich die Höhe der Rosenstöcke sowie die Position. Bei alten Böcken scheinen die Rosenstöcke links und rechts vom Haupt herunterzuwandern.

Jährlinge und Schmalrehe ansprechen - Tipps und Tricks

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Jägersprache – das Lexikon (C)

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Die Jägersprache umfasst mehr als 13.000 veschiedene Fachbegriffe. Alle dienen einer präzisen Verständigung unter Jägerinnen und Jägern. Hier findest Du alle relevanten Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben „C“.

Scherenschnitt eines Jägers mit einem Hund neben sich. Im oberen rechten Bilddrittel ist in orangefarbener Schrift der Buchstabe C zu lesen.

Foto: Markus Lück (KI-generiert)

Fachbegriff Erläuterung
CITES Abkommen zum Schutz bedrohter Tierarten, relevant für Jagdtrophäen.
Cerakote Beschichtung für Korrosionsschutz bei Waffen.
Cerviden Wissenschaftliche Bezeichnung für die Familie der Hirsche.
Changieren Fehler des Schweißhundes auf der Fährte. Er wechselt bei der Fährtenarbeit auf die „falsche“ Fährte
Choke Verengung am Laufende einer Flinte zur Streuungssteuerung.
Cocker Spaniel Jagdhunderasse, früher als Stöberhund eingesetzt.

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Jägersprache – das Lexikon (B)

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Die Jägersprache umfasst mehr als 13.000 veschiedene Fachbegriffe. Alle dienen einer präzisen Verständigung unter Jägerinnen und Jägern. Hier findest Du alle relevanten Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben „B“.

Scherenschnitt eines Jägers mit einem Hund neben sich. Oben rechts im Bild ist in orangefarbener Schrift der Buchstabe B zu lesen.

Foto: Markus Lück (KI-generiert)

Fachbegriff Erläuterung
Bache Weibliches Wildschwein ab dem dritten Lebensjahr.
Balg Abgezogene Haut von Haarraubwild oder Federwild.
Ballen Die weiche Unterseite der Pfoten bei Haarraubwild und Jagdhunden.
Balz Paarungsverhalten bei Vögeln mit typischen Lauten und Bewegungen.
Balzflug Auffälliger Flug von Vögeln während der Balzzeit.
Balzplatz Ort, an dem sich Vögel zur Balz versammeln.
Balzzeit Zeitraum, in dem sich Vögel paaren.
Bart Haar- oder Federbüschel z. B. beim Gamsbock oder Auerhahn.
Basse Alter, starker Keiler.
Bast Durchblutete Haut, die das wachsende Geweih der Hirsche und des Rehbocks umhüllt.
Bau Unterschlupf von Dachs oder Fuchs unter der Erde.
Begehungsschein Erlaubnis zum Jagen in einem bestimmten Revier.
Behang Lange, hängende Ohren bei Jagdhunden; Synonym für „Jahre“ be der Altersangabe von Schweißhunden
Beihirsch Begleithirsch eines meist stärkeren HIrsches.
Beize Jagd mit Greifvögeln.
Beizvogel Greifvogel, der zur Beizjagd eingesetzt wird.
Bergstutzen Kipplaufwaffe mit zwei Büchsenläufen unterschiedlichen Kalibers
Besatz Vorkommen einer Wildart (i. d. R. Niederwild)
Beute Erlegtes Wild oder Fang des Jagdhundes.
Beutegreifer Raubtier
Bewegungsjagd Jagd, bei der Wild in Bewegung gebracht wird.
Binden Verschnüren des Wildkörpers beim Legen der Strecke.
Birkhahn Männliches Birkwild
Blatten Lockjagd auf den Rehbock durch Fieplaute.
Blattschuss Treffer auf das Schulterblatt
Blattwerk Vegetation, die Sicht oder Schuss behindern kann.
Blattzeit Paarungszeit des Rehwildes.
Blume Schwanz von Hasen und Kaninchen.
Bläße Helle Zeichnung im Gesicht, z. B. bei Rehwild.
Bracke Laufstarker Jagdhund
Brackieren Jagd mit Bracken über weite Strecken (i. d. R. auf Feldhase)
Branten Pfoten beim Haarraubwild
Brantenabdruck Abdruck der Pfoten des Haaraubwildes
Bruch Zweig, der bei der Jagd als Zeichen verwendet wird.
Brunft Paarungszeit des Schalenwildes (außer Schwarzwild)
Brunftplatz Ort, an dem Hirsche und Kahlwild zur Paarung zusammenkommen
Brunftschrei Ruf des Hirsches während der Brunft.
Bär Bezeichnung für das männliche adulte Murmeltier
Büchse Langwaffe mit gezogenen Läufen.
Büchsenlicht Helligkeit, bei der noch sicher gejagt werden kann.
Büchsenschuss Schuss aus einer Büchse.
Bürzel Schwanz bei Vögeln.
beeren Beeren als Äsung aufnehmen.
befahren Einen Bau nutzen.
begehen Ein Revier durchstreifen oder kontrollieren.
belegen Ein weibliches Tier (beispielsweise Hündin) wird gedeckt.
beschicken Ausbringen von Kirmaterial an einer Kirrung oder Futter an einer Fütterung
beschlagen Ein weibliches Tier (Schalenwild) wird gedeckt.

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Weiterer Hausschweinbestand in Hessen von ASP betroffen

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Die Afrikanische Schweinepest erreichte in den vergangenen Wochen bereits Hausschweinbestände in Hessen. Ende Juli 2024 kam ein weiterer Betrieb mit 1.800 Hausschweinen hinzu.

Mehrere Hausschweine stehen in einem Stall und schauen in Richtung des Fotografen

Symbolbild: Markus Lück (KI-generiert)

Die Afrikanische Schweinepest greift in der Mitte Deutschlands weiter um sich. Im Landkreis Groß-Gerau in Hessen ist in einem weiteren landwirtschaftlichen Betrieb die Afrikanische Schweinepest festgestellt worden, wie das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat auf seiner Webseite berichtet. Der betroffene Landwirt hatte der zuständigen Behörde den Fund eines toten Tiers in seinem Betrieb mitgeteilt. Die entnommenen Proben wurden vom Hessischen Landeslabor untersucht und positiv auf ASP beprobt. Der betroffene Betrieb liegt in Trebur. Es werden dort etwa 1.800 Hausschweine gehalten. Aufgrund des Tierseuchengesetzes müssen alle Schweine getötet werden. Insgesamt sind bis dato nun acht Betriebe im Kreis Groß-Gerau von der Afrikanischen Schweinepest betroffen.

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Landwirte, Jäger und Reiter kritisieren neue Wolfszahlen

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Symbolbild: Markus Lück

Dazu berichtet der Deutsche Jagdverband in einer Pressemitteilung: Deutscher Bauernverband (DBV), Deutscher Jagdverband (DJV) und Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) kritisieren die mangelnde Aktualität der vor wenigen Tagen vom Bundesumweltministerium veröffentlichten Wolfszahlen. Das derzeitige Monitoringverfahren mit Stichtag 30. April verharmlost die dynamische Entwicklung in Deutschland erheblich, da der Nachwuchs aus dem Sommer regelmäßig fehlt: Bei offiziell nachgewiesenen 231 Wolfspaaren sind das im Jahr 2023 mindestens 1.000 zusätzliche Welpen. Demnach gibt es derzeit 2.000 bis 3.000 Wölfe in Deutschland. Deutlich wird die bundesweite Diskrepanz zudem am Beispiel Niedersachsen: 39 Wolfsrudel hat das Bundesumweltministerium offiziell vermeldet, der tagesaktuelle Wert liegt allerdings bei 50.

Für ein erfolgreiches Wolfsmanagement in Deutschland reichen laut DBV, DJV und FN Diskussionen um vereinfachte Abschüsse nach Rissen an Weidetieren bei weitem nicht aus. Die Verbände fordern stattdessen das Bundesumweltministerium auf, für die atlantische und die kontinentale biogeografische Region den günstigen Erhaltungszustand des Wolfs sofort an die EU-Kommission zu melden. Die Ampelkoalition in Berlin muss umgehend ein regional differenziertes Bestandsmanagement für den Wolf zulassen. Ein aktuelles Gutachten des Staatsrechtlers Michael Brenner zeigt, dass dies europarechtskonform möglich ist.

DBV, DJV und FN kritisieren, dass die Politik Menschen im ländlichen Raum mit den Folgen der exponentiellen Ausbreitung von Wölfen alleine lässt. Laut aktuellen Zahlen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf gab es im Jahr 2022 einen neuen Höchstwert von über 4.000 verletzten und getöteten Nutztieren – darunter neben Schafen und Ziegen auch Rinder, Pferde und landwirtschaftlich gehaltene Wildtiere.

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