Jagd – ein unterschätztes Ehrenamt

7. Dez.. 2025

Die meisten Jägerinnen und Jäger Deutschlands üben die Jagd in ihrer Freizeit aus. Dabei leisten sie einen unschätzbaren Dienst an der heimischen Natur.

Eine Frau hält ein Rehkitz mit Gras umwickelt in der Hand

Foto: Grell/DJV

Dazu berichtet der Deutsche Jagdverband in einer Pressemitteilung: Wildtiernachwuchs vor dem Kreiselmäher retten, Behörden im Kampf gegen Tierseuchen unterstützen oder Artenvielfalt fördern: Viele gesellschaftlich wichtige Aufgaben übernehmen Jägerinnen und Jäger in ihrer Freizeit und ohne Bezahlung. Weniger als die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) weiß, dass Jagd ein Ehrenamt ist, zeigt eine jetzt veröffentlichte Civey-Umfrage im Auftrag des Deutschen Jagdverbands (DJV). „Wir wollen keinen Applaus für unsere Arbeit, sondern uns am Internationalen Tag des Ehrenamts bei allen bedanken, die mit anpacken“, sagte DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke. Ehrenamt sei unentbehrlich in vielen Bereichen unserer Gesellschaft, egal ob Rettungsdienst, Feuerwehr, Tier- oder Naturschutz.

Überdurchschnittlich viele Mitglieder im Ehrenamt

Die meisten Jagdverbände sind anerkannte Naturschutzvereinigungen – mit hoch motivierten Mitgliedern. So geben knapp 40 Prozent der Jägerinnen und Jäger an, ehrenamtlich tätig zu sein. Zum Vergleich: Bundesweit engagieren sich im Natur- und Umweltschutz laut Bundesumweltamt nur 15 Prozent der Bevölkerung. 

Eine halbe Milliarde Euro für heimische Tiere und Pflanzen – aus eigener Tasche

Die knapp 461.000 Jägerinnen und Jäger haben für ihr anspruchsvolles Ehrenamt sogar eine staatliche Prüfung abgelegt. Außerdem investieren sie jährlich viel Geld aus eigener Tasche: Insgesamt sind es 2,9 Milliarden Euro, darunter eine halbe Milliarde Euro für den Bereich Artenschutz, Biotoppflege sowie Schutz von Wald und Feld. 

Eine Arbeitswoche pro Monat für Tier- und Artenschutz

Etwa 41 Stunden oder eine ganze Arbeitswoche monatlich verbringen Jägerinnen und Jäger im Revier. Sie retten beispielsweise Wildtiere vor dem Mähtod, schützen Bäume vor Fraßschäden oder legen Blühstreifen an. 

Anpacken statt abwarten: Jäger gegen ASP und Vogelgrippe

Im Kampf gegen Tierseuchen sind Jägerinnen und Jäger erste Ansprechpartner der Behörden: Sie reduzieren Bestände, melden erkrankte Tiere und beproben Kadaver. Alles zumeist ehrenamtlich, um Krankheiten wie Afrikanische Schweinepest, Myxomatoseund Vogelgrippe einzudämmen.

Den Radiobeitrag zum Thema gibt es hier.

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