Niedersachsen plant Wolfsentnahme

26. März. 2024

Im Oktober des vergangenen Jahres 2023 beschlossen die Teilnehmer der Umweltministerkonferenz ein Schnellabschussverfahren für Wölfe, nach aufgetretenen Nutztierrissen. Niedersachsen will von diesem Schnellverfahren nun als erstes Bundesland Gebrauch machen.

Ein einzelner Wolf steht auf einer Kuhweide. Im Hintergrund ist eine Herde Kühe zu sehen.

Symbolbild: Markus Lück

Wie das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz am gestrigen Montag in einer Pressemitteilung mitteilte, soll das beschlossene Schnellabschussverfahren bei einem Wolf angewendet werden, der in der Region Hannover ein Rind gerissen hatte. In der entsprechenden Region kam es bereits in den vergangenen Monaten immer wieder zu Nutztierrissen. Wird die neu geschaffene Regelung angewendet, kann für die Dauer von 21 Tagen nach Erteilung der Ausnahmegenehmigung im Abstand von 1.000 Metern um das aktuelle Rissgeschehen ein Wolf rechtssicher entnommen werden, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums. Der aktuelle Riss wäre insgesamt der fünfte Riss innerhalb von neun Monaten. Damit seien aus Sicht des Landes Niedersachsen die Kriterien für einen Schnellabschuss erfüllt. Sollte die Ausnahmegenehmigung erteilt werden, werden der genaue Ort und die mit der Entnahme beauftragten Personen aus Gründen des Schutzes dieser Personen nicht genannt, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums weiter.

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