RLP: Verfahren zur Landesjagdverordnung gestoppt

1. März. 2026

In Gensingen (Rheinland-Pfalz) hat der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz bekannt gegeben, dass das Verfahren zur Neufassung der Landesjagdverordnung gestoppt wurde. Grund ist Kritik an der vorgesehenen Zusammensetzung der geplanten Workshops.

Ein grüner Jägerhut liegt auf einem Stapel von Dokumenten. Im Hintergrund ist Wald zu erkennen. Das Bild ist KI-generiert.

Symbolbild: Markus Lück (KI-generiert)

In Gensingen (Rheinland-Pfalz) informierte der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 25. Februar 2026, über das Aussetzen des Beteiligungsverfahrens zur Landesjagdverordnung. Wie der Verband mitteilt, sollte die Verbändebeteiligung ursprünglich am 16. März 2026 beginnen. Vorgesehen waren Workshops mit unterschiedlichen Akteuren aus dem jagdlichen Bereich.

Aus Sicht des Verbandes seien jedoch zentrale Gruppen – darunter Jagdverbände, Berufsjäger, Jagdaufseher und Falkner – in der geplanten personellen Zusammensetzung der Workshops nicht ausreichend berücksichtigt worden. Ein solch grundlegender ordnungspolitischer Prozess dürfe zudem nicht unmittelbar vor einer Landtagswahl angestoßen werden, da eine neue Regierungsbildung das Verfahren womöglich erneut unterbrechen könnte.

Gemeinsam mit weiteren Organisationen des ländlichen Raumes, darunter Bauernverbände, der Waldbesitzerverband sowie kommunale Spitzenverbände, habe man daher in Gensingen (Rheinland-Pfalz) eine breite Allianz geschmiedet. In einem abgestimmten Vorgehen sei das zuständige Ministerium aufgefordert worden, den Prozess zu stoppen.

Diese Initiative zeigte Erfolg: Die geplanten Workshops werden bis auf Weiteres nicht stattfinden. Die Erarbeitung der Landesjagdverordnung soll nun erst nach der Bildung einer neuen Landesregierung fortgesetzt werden. Damit, so die Einschätzung des Verbandes in Gensingen (Rheinland-Pfalz), werde politische Klarheit geschaffen und die Position der Jägerschaft im weiteren Verfahren gestärkt.

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