Wolfsfähe im Landkreis Cuxhaven entnommen
Nach einem Angriff auf eine Schafsherde Mitte Februar 2026 wurde eine Ausnahmegenehmigung zur letalen Entnahme einer Wolfs-Fähe im Landkreis Cuxhaven (Niedersachsen) erteilt. Der Grauhund wurde nun erlegt.
Bereits in der Nacht vom 17. auf den 18. Februar dieses Jahres kam es in der Gemeinde Stinstedt (Niedersachsen) zu einem Angriff durch einen Wolf auf eine rund 100-köpfige Schafherde. Dabei wurden die Schafe über mehrere Stunden rund fünf Kilometer bis in den Ortskern von Stinstedt gehetzt. Als schadensverursachend wurde die Wolfsfähe GW2492f nachgewiesen. Nach diesem Vorfall trat eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur letalen Entnahme dieser Wölfin in Kraft. Dazu sagte Landrat Thorsten Krüger in einer Pressemitteilung des Landkreises Cuxhaven: „Diese Wölfin ist für den maßgeblichen Teil der Nutztierrisse in den letzten Tagen und Wochen verantwortlich. Richtlinienkonforme Zäune und Herdenschutzhunde stellten für Weidetiere keinen hinreichenden Schutz mehr dar. Daher haben wir uns für die letale Entnahme dieser Fähe entschieden“.
Wie der Landkreis weiterhin in dieser Pressemitteilung bekanntgab, wurde unterdessen eine Wolfsfähe im entsprechenden Gebiet entnommen. Die Ausnahmegenehmigung ist aufgrund dessen derzeit ausgesetzt. Der erlegte Grauhund wird nun in das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin gebracht. Dort findet eine genetische Untersuchung statt. Die Entnahme fand in enger Abstimmung mit den zuständigen Stellen im niedersächsischen Umweltministerium statt. Dazu Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer: „Wir haben immer gesagt: Wo Wölfe trotz Herdenschutzes wiederholt Nutztiere reißen, müssen wir handeln, ohne die Gesamtpopulation zu gefährden“. Und weiter: „Der Abschuss ist ein klares und wichtiges Signal für unsere Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter: Diese Landesregierung ist gewillt und bereit, zu handeln. Wir warten die geplanten Rechtsänderungen auf Bundesebene nicht ab, auch wenn es schwierig ist. Unabhängig davon brauchen wir endlich bessere Möglichkeiten für eine einfache, unbürokratische und rechtssichere Entnahme von Problemwölfen sowie ein regional differenziertes Wolfsmanagement, um auf Risshäufungen wie im Raum Cuxhaven besser reagieren zu können. Ich bedanke mich sehr bei Landrat Thorsten Krüger für die gute Abstimmung zwischen dem Landkreis und dem Land und seinen festen Willen, eine Ausnahmegenehmigung zum Schutz vor weiteren Weidetierrissen anzuordnen. Und natürlich hoffe ich sehr, dass die Fähe entnommen wurde, die viele Risse verursacht hat – damit weitere wirtschaftliche Schäden für die Weidetierhaltung vermieden werden können.“
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